hunter | Kurzinterview mit Günter Hofmann: New Work nach Corona
Interview: New Work nach Corona
"New Work nach Corona"

"New Work nach Corona": Drei Fragen an fecher-Geschäftsführer Günter Hofmann

fecher news

HRP: Was ist für Sie der beste Hinweis, um möglichst gut durch die Krise zu kommen?

Günter Hofmann: Social Distancing vermeiden! Abstand zu halten ist natürlich wichtig – aber das bedeutet ja nur Physical Distancing. Zum Ausgleich ist momentan sogar viel mehr Kommunikation gefragt als früher. Faktenorientiert, sonst kann man kein auf Homeoffices verteiltes Team führen, aber eben auch sozial, als Ersatz für das zwanglose Gespräch in der Kaffeepause und für den zu Unrecht verrufenen „Flurfunk“ – alles das erfüllt eine wichtige Funktion für den Zusammenhalt und die Informationsverteilung im Unternehmen.

HRP: Welche Veränderungen bemerken und erwarten Sie in puncto New Work mit bzw. nach Corona?

Hofmann: Nun kommen all die „neuen Kommunikationsmittel“ zum Einsatz, die uns bereits seit Jahren zur Verfügung stehen. Und überraschenderweise funktionieren sie, zumindest in Branchen wie unserer, in der Softwareentwicklung: Statt langatmiger Termine vor Ort wird jetzt in einer gut vorbereiteten Videokonferenz kurz und knapp das besprochen, was es zu klären gilt.Das Team kann sich mit Collaboration-Werkzeugen viel besser organisieren als bislang auf Zuruf. Dann bleibt auch Luft für die sozialen Kontakte: In unseren Kaffee-Chat-Räumen beispielsweise tauschen sich die Mitarbeiter standortübergreifend über alles aus, was sie bewegt.

HRP: Wird Homeoffice auch nach der Krise das überwiegende Arbeitsmodell bleiben?

Hofmann: Homeoffice ist selbstverständlicher geworden und wird es bleiben. Vor allem aber ist auf allen Seiten das Vertrauen gewachsen, das für die neue Art zu arbeiten erforderlich ist – bei Arbeitgeber und Mitarbeitern, aber auch bei den Kunden. Die Kommunikation wird persönlicher, wenn gelegentlich ein Kind durchs Bild huscht oder sich Arbeitszeiten verschieben. Die schon lange beschworene Flexibilisierung der Arbeitswelt wird jetzt erzwungene Realität. Langfristig können wir davon nur profitieren!

fecher-geschäftsführer günter hofmann

fecher-Geschäftsführer Günter Hofmann

HRP: Vielen Dank für das Gespräch.

Aus: HR Performance 3/2020
www.hrperformance-online.de

Kurzinterview als PDF herunterladen >>