hunter: Interview

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Interview mit Gerhard Schickel

Warum ist Recruiting eigentlich so schwierig?


Den richtigen Mitarbeiter für eine offene Position auszuwählen war schon immer eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Herausforderungen haben sich allerdings gewandelt: Früher ging es vor allem darum, die zahlreichen Bewerber nach ihren Qualifikationen und Skills zu bewerten und denjenigen zu finden, der am besten zur Stelle und zum Unternehmen passt.

Mittlerweile stellt bereits das Finden von Kandidaten eine hohe Hürde da, da in zahlreichen Branchen der Markt einfach leergefegt ist. Bereits heute scheiden jedes Jahr eine viertel Million mehr arbeitende Menschen aus dem Berufsleben aus, als eintreten. Trotzdem brauchen die Unternehmen gut ausgebildete Mitarbeiter, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Da ist ein regelrechter Kampf um die besten Kandidaten ausgebrochen.

Findet man Kandidaten heute nicht einfach im Internet?


Für zielgerichtetes Recruiting reicht das nicht aus. Sicher finden sich bei Xing, LinkedIn und Co. potenzielle Kandidaten. Allerdings ist das immer nur ein gewisser Anteil der tatsächlichen Arbeitnehmer – in vielen Branchen sogar ein ziemlich kleiner. Dann ist der Markt der Kandidaten, die sich dort finden, bereits so überfischt, dass Anfragen vielfach nicht mehr willkommen sind. Und nicht zuletzt muss man ja über den reinen Jobtitel hinaus das betriebliche Umfeld verstehen, um einschätzen zu können, welche Tätigkeit ein Kandidat tatsächlich ausführt.

Wie funktioniert Recruiting heute?


Ein modernes Recruiting, das mit diesen Herausforderungen umgeht, ist immer eine Kombination verschiedener Maßnahmen in Teamarbeit. Hier sind Kreativität und Handwerk gefragt – Kreativität, um geeignete Wege zu finden, und Handwerk, um diese dann auch professionell zu gehen.


Gerhard Schickel, Head of Recruitment Solutions bei fecher


Wer etwa auf Active Sourcing setzt, muss fundierte Recherche betreiben und benötigt Recruiter, die in der Direktansprache erfahren sind. Entscheidend für den Erfolg sind auch die richtigen Werkzeuge, um Recherche, Kandidatenansprache und Projektmanagement souverän zu steuern. Heute geht es beim Recruiting um viel mehr, als einfach nur eingehende Bewerbungen zu sichten und zu verwalten. Dementsprechend braucht es dafür spezielle Software, die die Prozesse unterstützt – egal, ob die Kandidatensuche über Personalberater oder mit einer eigenen Recruiting-Abteilung im Unternehmen erfolgen soll.

Wie unterscheidet sich die Suche im Unternehmen denn von der Suche durch Personalberater?


Erstaunlich wenig – zumindest mittlerweile. Haben sich die Unternehmen bei der Personalsuche früher eher passiv verhalten, beobachten wir seit einigen Jahren einen Wandel hin zum aktiven Recruiting, wie es Personalberater schon immer betreiben.

So geht es heute für beide gleichermaßen darum, Rechercheergebnisse möglichst effizient zu dokumentieren, aber auch darum, eine Vergleichbarkeit unter den gefundenen Kandidaten herzustellen und diese mit den Anforderungen der Position abzugleichen. Außerdem muss die Zusammenarbeit aller Beteiligten am Recruiting-Prozess durch prozessorientierte Software unterstützt werden – einfach damit alle Personen, die an diesem Suchprozess arbeiten, immer die richtige Information zur richtigen Zeit haben.

Also bieten Sie ein und dieselbe Recruiting-Software für Personalberater wie Unternehmen an?


Absolut. hunter hat sich im jahrzehntelangen Einsatz in der Personalberatung entwickelt. Die enthaltenen Methodiken und Werkzeuge kann jeder brauchen, der professionelles Recruiting betreiben möchte. Bei allen Branchenstandards, die sie mitbringt, ist die Software flexibel genug, um sich individuell an die Organisationsstrukturen der einzelnen Personalberatung oder eben der Recruiting-Abteilung im Unternehmen anzupassen. Und ganz nebenbei entsteht im Lauf der Zeit ein wertvoller Kandidatenpool, aus den in zukünftigen Suchprojekten zurückgegriffen werden kann.

Verstößt es denn nicht gegen den Datenschutz, sensible Kandidateninformationen in einer zentralen Recruiting-Software zu sammeln?


Im Gegenteil: Nur eine moderne, datenbankbasierte Software kann doch garantieren, dass die Rechte der Betroffenen jederzeit gewahrt werden. Schließlich sammelt sie nicht nur Informationen über Kandidaten, sondern speichert auch die jeweiligen Quellen, kümmert sich um das Einholen und die Dokumentation der notwendigen Einwilligungen und bedient alle Ersuchen um Auskunft, Korrektur oder Löschung datenschutzkonform. In traditioneller Arbeitsweise mit Excel-Listen und E-Mail-Versand lässt sich auch kaum sicherstellen, dass nur berechtigte Personen Zugriff erhalten und trotzdem keine Daten kopieren können.

In aller Kürze – wie unterscheidet sich hunter denn von anderen Softwarelösungen für das Recruiting?


Als umfassende Recruiting-Lösung enthält hunter die „Best Practices“ aus über 20 Jahren Praxis. Ein Unternehmen kann also mit hunter klein anfangen und hat dabei die Gewissheit, mit seinem Wachstum weder funktional noch technisch an irgendwelche Grenzen zu stoßen. Mit weniger muss man sich heute nicht mehr zufriedengeben!

Und wie viel Aufwand bedeutet es, eine so umfassende Recruiting-Lösung in Betrieb zu nehmen?


Ob für Personalberater oder Unternehmen – unser Versprechen gilt: Innerhalb von 24 Stunden ist eine neue hunter-Installation aus der Cloud betriebsbereit und die ersten Anwender können arbeiten. Je nach Belieben lässt sich die Basiskonfiguration dann nach und nach noch durch individuelle Anpassungen ergänzen.